SAC Umbau und Erweiterung Grassenbiwak
Sektion Engelberg
unter den letzten 5
offener Wettbewerb
Grassenbiwak – Ein Stein und doch artifiziell
Wie eine Muschelschnecke, die sich in den Fels schmiegt, fügt sich das neue Grassenbiwak als geometrisch gefaltetes Volumen in die alpine Umgebung ein. Zwischen Natur und Artefakt oszillierend, tritt seine Form je nach Licht und Schatten hervor oder verschmilzt mit der Felslandschaft.
Der Entwurf versteht sich als Weiterentwicklung der bestehenden Sustlihütte: nicht Kopie, sondern respektvolle Transformation. Das neue Biwak nimmt die Lage und Fundamente des Vorgängerbaus auf, folgt dessen tektonischer Logik und nutzt die bestehende Stabilität des Grats.
Aus der strengen Hexagonform des Bestands entsteht ein asymmetrisches Pentagon, das den Raum effizient ordnet und Ausblicke in spezifische Richtungen ermöglicht. Die Mitte des Hauses ist Küche, Wärme, Dreh- und Angelpunkt zugleich. Die gespiegelte Anordnung der Räume lässt eine flexible, hälftige Nutzung zu: so können kleine Gruppen jeweils nur eine Hälfte heizen oder unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichen Tagesabläufen zu Spitzenzeiten zeitgleich je eine Hälfte bewohnen.
Das gefaltete Dach reagiert auf die extremen Wetterbedingungen und formt innen zeltartige Räume. Der steinerne Sockel verankert das Biwak im Grat, während die matte, steingraue Metallhaut es vor Wind und Schnee schützt. So erscheint das kleine Bauwerk als Teil der Landschaft – robust, präzise und still.
unter den letzten 5 Projekten (kein Rang)
Verfahren offener Projektwettbewerb
Auftraggeber Schweizer Alpenclub, SAC Sektion Engelberg
Ingenieur Schnetzer Puskas Ingenieure AG
Visualisierung YOS Visualisierungen, ASA+SAGA