Erweiterung Clubhaus Golfclub
Kandern, Deutschland
Machbarkeitsstudie
Das bestehende Clubhaus aus den 1990er-Jahren liegt leicht erhöht am 18-Loch-Platz mit Blick auf Grün und Hügellandschaft. Nach rund drei Jahrzehnten entsprechen zentrale Bauteile und räumliche Strukturen nicht mehr den heutigen technischen, funktionalen und kapazitiven Anforderungen. Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Mitgliederentwicklung wird eine Sanierung mit gezielter Erweiterung des Bestands angestrebt, um eine zeitgemässe, qualitativ hochwertige Infrastruktur zu schaffen.
Im Untergeschoss werden Lager-, Garderoben- und Sanitärräume erweitert und um einen Pausenraum für die Mitarbeitenden ergänzt. Das Erdgeschoss wird um rund 150 m² vergrössert. Die öffentlichen Bereiche werden als fliessender Raum organisiert und durch zwei klar gefasste Kuben nach Norden und zur Parzellengrenze hin strukturiert. Eine lange Bar und ein zentrales Cheminée, differenzierte Raumhöhen, Tiefen und Lichtführungen gliedern den Raum in nutzungsspezifische Zonen. Schiebeelemente ermöglichen eine flexible Zonierung, während grosszügige Fassadenöffnungen die Grenzen zwischen Innen- und Aussenraum auflösen.
Die Anmeldetheke liegt prominent in der erweiterten Eingangsachse; eine lineare Theke verbindet Eingang, Shop und Lounge und optimiert die betrieblichen Abläufe. Zenitales Licht unterstützt die natürliche Belichtung. Die Lounge mit niedrigem Deckenhorizont bildet einen ruhigen, konzentrierten Raum, während das Restaurant mit ansteigendem Dachfirst als offener Saal vielfältige Möblierungen und intime Nischen zulässt. Der Golfshop ist beim Eintreten und Verlassen gut sichtbar positioniert. Küche, Lager und Nebenräume sind in den geschlossenen Kuben zur Rückseite organisiert und direkt erschlossen. Die Arbeitsplätze liegen nordorientiert mit Blick auf Vorplatz und Golfplatz.
Ein flach geneigtes, weit auskragendes Dach überspannt das gesamte Clubhaus und schafft witterungsgeschützte Übergänge. Entlang der Westfassade entsteht eine überdeckte Veranda, die als sozialer Aufenthaltsort mit Blick in die Abendsonne den Aussenraum programmatisch erweitert.
Direktauftrag
Ingenieure Schnetzer Puskas Ingenieure AG
Kollaboration mit Studio Raphaela Schacher
Fotos Visualisierung ASA+SAGA, Studio Raphaela Schacher