„Neubauten und Freiraum“ Siedlung Grabenacker
Winterthur
1.Rang
selektiver Projektwettbewerb
Bei der Siedlung Grabenacker handelt es sich um eine der am besten erhaltenen Grosssiedlungen der frühen Nachkriegszeit im Kanton Zürich, die Siedlung ist ein Schutzobjekt von kantonaler Bedeutung. Das Ergebnis eines umfassenden kooperativen Planungsprozesses sieht vor, die Mehrheit der Reiheneinfamilienhäuser sorgfältig zu sanieren und einen Teil durch Neubauten zu ersetzen. Die Schutzverordnung und der private Gestaltungsplan bilden die Grundlagen für die sorgfältige Erneuerung der bestehenden Bauten und die darauf abgestimmte Entwicklung mit den Ersatzneubauten.
Integratives Bauen in einer denkmalgeschützten Siedlungsstruktur gilt als höchstes Ziel im Grabenacker – diesem Vorsatz folgend versucht das Projekt «Penny Lane» sich im zeitgenössischen Umgang in Bezug zur Masstäblichkeit, der architektonischen Ausformulierung bis hin zum Ausdruck und Materialität, dessen Bauart und soziokultureller Hinsicht einzufügen. Dabei sind Faktoren wie guten und preisgünstigen Wohnraum für alle Bevölkerungskreise zu erstellen von grosser Bedeutung. Neubauten stellen Anschlüsse dar und Freiraume fungieren als verbindende Elemente in einem grösseren System.
Gartenstadt = Laubenstadt. An kollektivgenutzten Aussenräumen führen Treppen über Lauben zu Wohnküchen. Private Innen- wie auch Aussenräume befinden sich Laubenabgewandt und sorgen bei einer Verdichtung für eine notwendige Privatsphäre.
Die Gebäude werden in schlanker Holzbauweise geplant. Nicht nur die Holzkonstruktion verringert die CO2-Emmissionen. Bestehende Untergeschosse / Aushubmulden können weitestgehend verwendet und erweitert werden. Produkte des Abbruches werden als Re Use Elemente in den Neubauten wieder eingesetzt. Mit diesen Massnahmen kann der Einsatz von Beton stark reduziert werden, graue Energie eingespart und die CO2- Emissionen auf das absolute Minimum reduziert werden. Somit leisten die Ersatzneubauten einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung der Klimaziele und können einer allfälligen politischen Diskussion zur Nachhaltigkeit des Projektes gut standhalten.
1.RANG
Verfahren selektiver Projektwettbewerb
Auftraggeber HGW Heimstätten Genossenschaft Winterthur
Landschaftsarchitekt META Landschaftsarchitektur
Soziologin Sabina Ruff, Laboratorium für Zukunftsgestaltung
Ingenieur wh-p Ingenieure / Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG, APT Ingenieure
Visualisierung YOS Visualisierungen