Genossenschaftliches Wohnen am Walkeweg
Basel
2.Rang (2.Stufe)
offenes, zweistufiges Varianzverfahren
Spezifische Orte schaffen Identität: Eine öffentliche Gasse, zwei private Gärten,ein Gedecktes Entree
Die Begrifflichkeit Polykatoikia, bekannt aus der griechischen Stadtentwicklung, ist ein System welches hier im Gebiet „Walke“ in einem repetitiven und regulären Bebauungsplan spezifische Orte ermöglicht. Vier Gebäuderiegel mit drei gleichförmigen Aussenräumen werden Siedlungsmittig näher zusammengeschoben. Eine Abstufung der oberen Geschosse bei den mittleren Gebäuden schafft nach dem Vorbild von Athen eine Weite zum Gegenüber und mehr Himmelsfläche. Es entsteht ein zweigeschossiger, stimmiger Strassenraum: eine Ateliergasse und eine gute Lichtsituation zu den öffentlichen Nachbarsplätzen, den Pocketplaces. Die durch die Abstufung „verlorene Fläche“ wird konzentriert zwischen die Volumen verlegt. Die Verlagerung des Volumens unterstützt einen Abschluss bzw. Eingang der Siedlung und verleiht dem Siedlungsgebiet zur Gertrud Spiess Strasse somit mehr Privatheit. Die Siedlung wird über ein formuliertes und gedecktes Entree zugänglich. Es entsteht ein zentraler Ort für die Gemeinschafts- und Quartierräume, mit zweiseitigem Blick – zur Stadt und in die Baumkronen der grünen Gartenhöfe.
Die Verteilung der Gewerbe- und Atelierflächen unterstützen das städtische Konzept. Die Optionsräume liegen an der Gertrud Spiess Strasse, das Café an der publikumsreichen Ecke zur S-Bahn. Die Ateliers reihen sich in verschiedenen Grössen entlang der Ateliergasse auf. Mit grossen Toren können die überhohen Räume dort zum Gassenraum geöffnet werden.
2.RANG
Verfahren offenes, zweistufiges Varianzverfahren
Auftraggeber Gewona Nord-West, Zimmerfrei Wohngenossenschaft Basel
Landschaftsarchitekt Krebs und Herde GmbH, Landschaftsarchitekten BSLA
Ingenieur Schnetzer Puskas Ingenieure AG
Visualisierungen Isidor Burkhardt