Ein innovativ nachhaltiges Schulhaus mit Doppelkindergarten, Tagesstruktur und Doppelturnhalle
Basel
Enge Wahl
offener Projektwettbewerb (Ideenskizze)
Die neue Schule wird ein Kraftwerk fürs Quartier – Ein Volumen mit Primarschule, Doppelkindergarten, Doppelturnhalle und Tagesstruktur agiert als ein Vermittler zwischen Wohnquartier, Friedhofpark, Industriehallen und grossstädtischem Masstab. Die proportionierte Kopffassade ergänzt mit ihrer Massstäblichkeit den Quartiersplatz, und formuliert mit der längsorientierten Fassade zum Quartier eine klare Adressierung. Ganz nach der Prämisse „kleiner Fussabdruck = maximaler Aussenraum“ entwickelt sich das Schulhaus Walkematte schlank und vertikal in die Höhe. Wie ein langer Dampfer liegt die Schule in Längsrichtung mittig im Perimeter und lässt seitlich Platz für zwei sehr unterschiedliche Aussenräume: Ein Wundergarten zur Friedhofsmauer und einen urbanen Schulplatz zum Quartier hin. Aus dem Gebäudevolumen wird sämtliche Luft abgelassen und im wahrsten Sinne des Wortes an die frische Luft gebracht: Die Energiebezugsfläche wird auf die notwendigen Nettoflächen reduziert, die Erschliessung nach aussen als Geste zum neuen Quartier gelegt. Auf dem Schulareal entsteht eine facettenreiche, öffentlich zugängliche Landschaft. Die Schule nimmt die Rolle eines Kraftwerks ein, sowohl energietechnisch, als auch in Form einer sozialen Infrastruktur für alle. Vergleichbar mit einem Gefäss wird der Inhalt, die Ausformulierung und Nutzung in einem kuratierten Prozess mit der Methodik eines „Reallabors“ von den SchülerInnen und Lehrpersonen, Anwohnenden, Interessierten und Quartiersvereinen mitbestimmt, weiterentwickelt und stets angepasst. Dem hohen Öffentlichkeitsgrad stellen sich kleinere Einheiten entgegen. Lerncluster vermitteln den Kindern, ähnlich einer privaten Wohnung, Geborgenheit und stiften Identität.
Verfahren Einstufiger, offener und anonymer Ideenwettbewerb (mit Folgeauftrag über nachfolgenden Studienauftrag)
Auftraggeber Kanton Basel-Stadt
Landschaftsarchitekt S.E.T Landschaftsarchitektur
Reallabor Prof. Tina Haisch und Prof. Dr. Carsten Quesel
Ingenieur ZPF Ingenieure
Visualisierung ASASAGA